Sjef ging 2005 auf die allererste Baureise
Im November 2005 brach die allererste Gruppe von Kolleginnen und Kollegen im Namen der Vebego Foundation zu einer Baureise nach Sri Lanka auf. Sjef war dabei. Mehr als zwanzig Jahre später hat er die Reise noch immer lebhaft vor Augen.
Es begann mit einer Frage, im September 2005: Möchtest du bei der ersten Baureise der Vebego Foundation dabei sein? „Ich musste nicht lange nachdenken und sagte sofort ja“, erzählt Sjef. Das Ziel war Sri Lanka, wo ein Tsunami ein Jahr zuvor ganze Dörfer zerstört und viele Menschen ohne Zuhause zurückgelassen hatte. Zusammen mit neun Kolleginnen und Kollegen reiste Sjef in die Dörfer Payagala und Waddowa, um dort eine Woche lang beim Bau von Häusern zu helfen, für Menschen, die alles verloren hatten.
Eine Woche mithelfen beim Bau von vierzig Häusern
Sobald sie am Zielort ankamen, legte jeder los, Seite an Seite mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. „Jeder half bei den Bauarbeiten mit, ob klein oder groß“, erzählt Sjef. In dieser einen Woche half die Gruppe zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und weiteren Freiwilligen beim Bau von etwa vierzig Häusern in Payagala und Waddowa. So etwas baut man natürlich nicht allein in einer Woche, aber mit zehn zusätzlichen Paar Händen ging es plötzlich schneller: Familien, die schon monatelang ohne Dach über dem Kopf saßen, kamen einem eigenen Zuhause näher.
Die Kinder aus den Dörfern waren unterdessen mindestens genauso froh über das, was die Gruppe mitgebracht hatte, wie über die Häuser, an denen gebaut wurde. Als Sjefs Kolleginnen und Kollegen in den Niederlanden hörten, dass er mitfuhr, sammelten sie spontan drei Kisten voller Malsachen, Hefte und Luftballons. „Die Kinder waren sehr froh über die Sachen, die wir mitgebracht hatten“, erzählt Sjef. „Ich sehe diese fröhlichen, glücklichen Gesichter noch immer vor mir.“
Was die Bewohnerinnen und Bewohner zurückgaben
Was Sjef vielleicht am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist nicht das, was die Gruppe brachte, sondern das, was sie zurückbekamen. „Die Menschen waren sehr gastfreundlich“, erzählt er. „Obwohl sie selbst keinen Cent besaßen, haben sie eines Tages ein herrliches Essen für uns zubereitet.“ Menschen, die selbst gerade alles verloren hatten, teilten trotzdem, was sie hatten. „Wir haben gelernt, dass man trotz der Armut, die dort herrschte, auch glücklich sein kann mit dem, was man hat.“
Der Abschied war emotional. Die Gruppe ließ noch viele Sachen zurück, wie Kleidung und Schuhe, und nahm jede Menge Eindrücke mit nach Hause. Mehr als zwanzig Jahre später ist es nicht der Bau selbst, an den Sjef sich am deutlichsten erinnert, sondern die Menschen: ihre Gastfreundschaft und ihre Widerstandskraft.
Eine Erfahrung, die man nie vergisst
Nicht nur die Baureise selbst bringt schöne Momente, auch drumherum passieren wunderbare, unerwartete Dinge. So sah die Gruppe am Flughafen einen König aus einem Nachbarland ankommen, komplett mit rotem Teppich und Musikkorps. Und während des Rückflugs stellte sich zu Sjefs Erstaunen heraus, dass der Kapitän jemand war, mit dem er 1970 beim Militärdienst zusammen gewesen war. Man weiß nie, was so ein Abenteuer bringt, aber eines weiß man sicher: Es ist eine Erfahrung, die man nie vergisst.
Rückblickend nennt Sjef es eine großartige Reise, mit netten Kolleginnen und Kollegen, die sich vorher nicht kannten. „Schon auf der Hinreise wurde deutlich, dass dies eine sehr schöne Truppe ist, die einiges bewegen kann. Es war manchmal emotional und körperlich anstrengend, aber wir hatten auch viel Spaß miteinander.“
Seit dieser ersten Reise im Jahr 2005 sind mehrere Gruppen auf Baureise gegangen. Möchtest du 2026 bei der Baureise dabei sein? Du hast noch bis zum 15. August 2026 Zeit, dich anzumelden.